Standortbestimmung des Metallobjekts „Zukunft Zeitz“

Foto: (c) Roland Lindner

„Zukunft Zeitz“ heißt ein Metallobjekt, das gegenwärtig im Zeitzer Stadtgarten auf der Landesgartenschau steht demnächst jedoch nach Zeitz zurückkehren und hier verbleiben wird. Wo genau das von Roland Lindner geschaffene drei Meter hohe Objekt aus Cortenstahl seinen Platz haben wird ist noch unklar. Doch drei Vorschläge gibt es schon:

  • am Kalktor (auf der Grünfläche des ehemaligen Pionierhauses)
  • vor dem Brühlcenter
  • auf dem Bahnhofsvorplatz (im Rahmen der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes 2020/21).

Die Bürgerinnen und Bürger sollen darüber abstimmen. Stimmzettel werden im Zeitzer Michael am 29. September abgedruckt und können in der Zeitz Touristinformation abgegeben werden. Abgestimmt werden kann bis 14. Oktober. Das teilt die Stadt heute in einer Presseinformation mit.

Hauptsache repräsentativ?

Weshalb sich unsereins an dieser Abstimmung nicht beteiligt ist schnell erzählt. Schon das bisherige Prozedere rund um dieses Metallobjekt ist ein gutes Beispiel dafür wie unüberlegt und unbeholfen die Stadtverwaltung gelegentlich agiert. Freundlich ausgedrückt.

War schon die Vorgeschichte nicht unumstritten, wird jetzt noch eins drauf gesetzt. Alle macht dem Volke! Das Volk darf nun entscheiden. Nach Vorgaben versteht sich. Allein die Vorgaben oben genannter Standorte für sich lassen schon eine gewisse Unbedarftheit erkennen. „…ein repräsentativer Standort…,“ werde gesucht, „…der gut frequentiert ist…“ heißt es in der Pressemitteilung. Was für Kriterien zur Platzierung von Kunst (!?) im öffentlichen Raum!
Ob sich ein Werk, ob seine Botschaft, ob sich das Werk nebst seiner Aussage etwa in den öffentlichen Raum einfügen werde, ob es ganz bewusst einen Reiz setzen, eine Spannung zu dem ihn umgebenden Raum erzeugen soll, ob ein Werk an einem bestimmten Platz womöglich neben der ästhetischen Akzentsetzung eine funktionale Bedeutung haben könnte, ob gar der gewählte öffentliche Raum selbst das Werk noch zu erhöhen vermag oder umgekehrt, ob ein Werk im öffentlichen Raum eben diesen in bestimmter Weise akzentuieren soll – das alles muss nicht gefragt werden. Solcherlei Fragesteller wären vermutlich angesichts Dimension und Material des Werkes eher auf Zeitz-Guss oder Brikettfabrik Herrmannschacht gekommen als denn auf einen Bahnhofsvorplatz oder den Park am Kalktor.
Das Volk wird es nun richten. So wird das besagte Metallobjekt also präsentiert werden, egal wo. Hauptsache repräsentativ, basta. Eine Abstimmung, sozusagen von hinten wird diese neuerliche Peinlichkeit nicht besser machen.

Dann ist da noch ein Wort.

Eine andere Peinlichkeit beginnt übrigens schon lange bevor über Standorte und Abstimmung nachgedacht wurde. Sie begann mit der häufigen Verwendung der Bezeichnung „Stele“. Ob das Metallobjekt „Zukunft Zeitz“ nun als „Zeitz-Stele“, „Stahl-Stele“ oder einfach nur als Stele beschrieben wird – es ist keine Stele. Als Stele (altgr. στήλη stélē = „Säule“ oder „Grabstein“) wird seit der griechischen Antike primär ein hoher, freistehender, monolithischer Pfeiler bezeichnet (Wikipedia). Selbst in der Neuzeit käme kaum jemand auf die Idee, diese Form des hier besprochenen Objekts als Stele zu bezeichnen. Es sei denn, er kommt aus Zeitz.

Titelfoto: unter Verwendung des Beitragsfotos von Roland Lindner

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Source: zeitzonline.de