Quelle: zeitzonline.de
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Studentischer Besuch bei Zeitz Guss

Bei der Heiligen Barbara

Scheinbar spielerisch schneiden die riesigen Rotorblätter der Windkraftanlage auf dem Feld neben der Autobahn die Luft. Es sind jedoch gewaltige Kräfte und Belastungen, die hier wirken. Wenn du nahe heran trittst ahnst du etwas von den Dimensionen und staunst. Ähnlich staunten auch die 23 Studierenden, die am Montag (11.11.) die Zeitz Guss GmbH besuchten. Bis zu 45 Tonnen kann eine solche Nabe wiegen, an der die Rotorblätter befestigt sind. Es sind die momentan größten Teile, die in der Zeitzer Großgiesserei gegossen und in alle Welt verschickt werden.

Was an diesen Brocken aus dem Werk geht, täglich immerhin mehr als 100 Tonnen, das muss zuvor auch rein ins Werk – als gut gemixter Eisenschrott. Den Weg des Eisens bis zum fertigen Gussstück sahen sich die angehenden Elektrotechniker der Friedrich Alexander Uni Nürnberg-Erlangen bei ihrem Besuch an.
Bis zu 1.400 Grad braucht es für die Gießvorgänge. Und jede Menge Energie. Im Nachmittag liegen in Deutschland die Abnahmespitzen aus dem Netz, dann ist der Strom am teuersten. Deshalb ist um diese Zeit auch Gießpause, weil sonst immense Kosten aufliefen, die Produkte teurer würden. Pech für die BesucherInnen, denn einer der spannenden Gießvorgänge konnte deshalb nicht bestaunt werden. Zu Staunen gab es dennoch angesichts der riesigen Maschinenträger, Rotorwellen oder Kupplungsgehäuse in den Werkhallen.

Es ist faszinierend, dieses Denken in Riesendimensionen auf der einen und in Millimetergenauigkeit auf der anderen Seite – an ein und demselben Stück. Zeitz Guss ist eine Kundengießerei. Was der Kunde bestellt wird gegossen, bearbeitet und geliefert. Es geht um Getriebe zum Beispiel und um Turbinen, Maßabweichungen sind bei hohen Drehzahlen und immensen Kraftübertragungen tödlich. Die Entwicklungs- und Produktionslogistik bei Silbitz Guss ist fein ausgeklügelt. In vier Tochterunternehmen wird von klein bis groß gegossen und mechanisch nachbearbeitet. Manches Produkt kommt oberflächenbeschichtet und einbaufertig beim Kunden an.

Irgendwann wird wohl einer der heute staunenden Studis im Job als Energietechniker in der beruflichen Praxis angekommen sein. Womöglich verplant oder verbaut er dann eines jener Riesenteile, die er hier bei Zeitz Guss sah. Dann wird er sich erinnern, welchen Weg es nahm vom Eisenschrott bis es mit scheinbar leichtem Spiel gigantische Rotorblätter in Bewegung setzt.





Silbitz Guss im Web

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