Ines Pieser bewirbt sich mit „Seidenpuppe“ um den Zeitzer Michael

Hinter ihr hängen einige schwarze Jacketts. Auf dem Rücken sind sie mit Klettverschlüssen zu öffnen. Eine Spezialanfertigung für Tänzer des Bergisdorfer Karnevalsvereins. Dirndl fertigt Ines Pieser auch gerne. Eines macht sie wohl demnächst für sich und wird es am Abend der Zeitzer-Michael-Vergabe tragen. Erst im Juni letzten Jahres hat sie sich selbständig gemacht mit ihrer kleinen aber feinen Näherei. Reparaturen und kleine Aufträge wie die Jacketts machen etwa ein Viertel ihrer Umsätze aus.
Kleider zur Jugendweihe hat sie für ihre Kunden auch schon Maß gefertigt.

Als ich sie besuche sehe ich gleich, dass jeder Handgriff sitzt. Kein Wunder, Ines Pieser hat Täschnerin gelernt, damals im VEB ZEKIWA. Später arbeitete sie bei Lederwaren. Nach der Wende versuchte sie ihr Glück im Westen, kehrte jedoch bald zurück. Am liebsten näht sie Taschen und Rücksäcke, gerne aus Leder. Deshalb steht in ihrer kleinen Werkstatt eine neue TEXTIMA, für Leder speziell geeignet. Taschen und Rücksäcke gehen gut im Verkauf. Sie kooperiert mit vier Rehakliniken, wo sie ihren Stand auf und ihre Sachen verkauft.

Wir können Ines Pieser auch schon einmal in alten Mälzerei zum Tag des offenen Denkmals mit ihrem Stand treffen, demnächst zum Frühlingsfest oder zur Unternehmerinnenmesse und beim Ostermarkt in Weissenfels.
Weihnachten und Ostern sind sozusagen ihre Saisonhöhepunkte, erzählt sie. Einen Höhepunkt gibt es demnächst – Ihr persönliches Dirndl zur Vergabe des Zeitzer Michael.

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Source: zeitzonline.de